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Wie war das erste Ausbildungsjahr? Neues von Cedric, einem unserer angehenden Medientechnologen Druck.

Cedric Winkel, 20 Jahre, ist seit August 2016 bei Christiansen Print in der Ausbildung zum »Medientechnologen Druck«. Im Interview hat er uns damals von den spannenden ersten Wochen als Azubi erzählt. Nun, zum Abschluss seines ersten Lehrjahres, haben wir erneut mit Cedric gesprochen. Über einen vielseitigen Job, der definitiv die richtige Wahl war, über viel Durchblick und ungeahnte Fähigkeiten, die Cedric immer wieder an sich entdeckt…


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Cedric, inzwischen bist Du ja kein »absoluter Beginner« mehr. Wie lief das vergangene Dreivierteljahr? Was hast Du bei Christiansen Print gelernt und mit welchen Arbeiten bist Du jetzt vorwiegend betraut?

CW_
Zurzeit bin ich am Aufwickler, wo die fertig bedruckten Papierrollen sorgfältig aufgewickelt werden. Wenn da was schief läuft, fliegt einem die riesige Rolle irgendwann um die Ohren! Meine erfahreneren Kollegen kontrollieren das Ergebnis zwar immer noch nach, aber das ist schon ein Job, bei dem man mir ziemlich viel Vertrauen schenkt. Überhaupt mache ich schon viel, was basismäßig zum Ausführen der Druckaufträge gehört: Rüsten, Farben auffüllen, Farbbehälter reinigen, Papierrollen montieren, Bögen selektieren und Druckbilder prüfen. Mit Hilfestellung darf ich auch schon an den Farb- oder Lackandruck heran und die Passer einstellen, damit der Lack am Ende auch an der richtigen Stelle sitzt.

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Klingt, als gibt es noch jeden Tag Spannendes zu entdecken…

CW_
Auf jeden Fall! Allein, was die riesigen Flexodruckmaschinen alles können, ist immer wieder sensationell. Was mich aber vor allem überrascht: An mir selbst entdecke ich Fähigkeiten, die ich bis jetzt nie »auf dem Schirm« hatte. Mein Farbsehen zum Beispiel hat sich deutlich verbessert. Anfangs konnte ich zwischen einzelnen Bögen farblich keinen Unterschied erkennen, wenn meine Kollegen sie mir zur Prüfung vorgelegt haben. Jetzt habe ich einen richtigen Blick dafür entwickelt und sehe kleinste Farbabweichungen. Auch mein Blick für Druckbilder auf der laufenden Bahn ist schärfer geworden. Anfangs mussten die Kollegen die Bahn immer extra langsam laufen lassen, damit ich etwas erkenne. Mittlerweile sehe ich auch gut auf der laufenden Bahn bei normaler Geschwindigkeit.

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Und die »Gewöhnungsprozesse« der Anfangsphase – ungewohnte Schichtarbeit, körperlich anspruchsvolles Rüsten – sind die überhaupt noch ein Thema?

CW_
Nein, eigentlich nicht. Körperlich kommt man mit der Arbeit sowieso viel besser in Form! Gleichzeitig wurden die Rüstvorgänge auch extrem erleichtert. Wir haben nämlich vor Kurzem das Röllchensystem eingeführt. Darauf »schweben« die Walzen sozusagen beim Wechsel und es braucht deutlich weniger Kraftaufwand.

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Damals, auf der Suche nach der passenden Ausbildung, hattest Du ja auch ganz andere, z. T. »weniger praktische« Berufsfelder in Erwägung gezogen.

CW_
Die Entscheidung für den Medientechnologen Druck war definitiv richtig, denn dieser Job wird nie langweilig. Die Aufgaben und Arbeitsplätze ändern sich täglich. Mal stehst Du am Aufwickler, mal machst Du den Andruck, montierst Klischees oder mischst Farben… Du hockst nicht fest an einem Platz und tust immer monoton das Gleiche. Deshalb denke ich, ich weiß heute schon, dass ich vorerst »in der Praxis« bleiben will und nichts rein Organisatorisches oder Kaufmännisches machen möchte, wie z. B. Auftragsplanung.

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Das sehr gute Miteinander bei Christiansen Print war auch ein wichtiges Kriterium, weshalb Du Dich für diesen Ausbildungsbetrieb entschieden hast – und von Beginn an warst Du von der Zusammenarbeit in den Teams begeistert. Wie hat sich das seitdem entwickelt?

CW_
Ich habe von Anfang an dazu gehört und fühle mich mittlerweile als vollwertiges Teammitglied. Klar, ich kann und darf noch nicht alles, was meine ausgelernten Kollegen machen. Aber sie vertrauen mir und übertragen mir mit jeder gut gemachten Aufgabe etwas mehr Verantwortung.

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Hast Du inzwischen einen Einblick in andere Unternehmensbereiche und Prozesse bekommen?

CW_
Das kommt bald, im zweiten Lehrjahr. Dann lerne ich die Bereiche Farblabor und Montage und auch die Planungsrunden genauer kennen.

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Wie läuft es im theoretischen Teil der Ausbildung, in der Berufsschule?

CW_
Sehr gut! Vieles, was ich in der Schule lerne, z. B. die Farblehre, kann ich sofort direkt während der Arbeit anwenden. Die Vernetzung von Theorie und Praxis, die Unterstützung durch die Ausbilder – das passt.

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Gleich im Lauf Deines ersten Jahres als angehender Medientechnologe ist bei Christiansen Print ja Gigantisches passiert: Der Digitaldruck kam hinzu und die größte, modernste Digitaldruckmaschine der Welt, HP PageWide T1100S, steht nun in Ilsenburg. Konntest Du schon in die neue Technologie hineinschnuppern?

CW_
Ich habe beim Aufbau öfter mal zugeschaut und mir viele Dinge erklären lassen. Natürlich möchte ich später auch an der Digitaldruckmaschine arbeiten – erstmal muss ich aber die Flexodrucktechnologie vollständig beherrschen.

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Alles in allem: Wie lautet Dein Resümee nach einem Jahr Medientechnologe? Haben sich Deine Erwartungen und die ersten praktischen Eindrücke der Anfangswochen bestätigt?

CW_
Die Ausbildung bei Christiansen Print war definitiv die richtige Entscheidung. Meine Erwartungen werden sogar noch übertroffen. Ich finde, meine Möglichkeiten für die Zukunft sind noch größer geworden: durch die Digitaldruckanlage und auch, weil Christiansen Print zur THIMM-Gruppe gehört. Wir sind international aufgestellt und technologisch immer ganz vorn dabei. Wer weiß, vielleicht kann ich mich nach meiner Ausbildung spezialisieren oder meine Fähigkeiten an einem anderen Standort oder Land einsetzen. Mit dem Beruf, in diesem Unternehmen – da sehe ich in jedem Fall eine spannende und sichere Zukunft vor mir.

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